Herbstausflug der Damenriege TV Breite

Am 26. August um 08.15 Uhr trafen sich 12 fröhliche Damen beim Bad. Bahnhof. Es war wieder einmal Zeit unser 3-tägiger Ausflug in Angriff zu nehmen. Dieses Jahr führte uns unsere Kurzreise in die mittelalterliche Stadt im süddeutschen Bundesland Baden-Württemberg nach Ulm. Ulm ist eine an der Donau am südöstlichen Rand der Schwäbischen Alb an der Grenze zu Bayern gelegene Universitätsstadt. In der Stadtmitte befindet sich das imposante Ulmer Münster, eine jahrhundertealte Kirche im gotischen Baustil. Ihr Kirchturm bietet Blick auf die Stadt und bei klarem Wetter lassen sich sogar die Alpen erkennen. Das Rathaus zeichnet sich durch seine Fassade aus der Frührenaissance, seine Fresken und seine astronomische Uhr aus dem 16. Jahrhundert aus. Die engen Gassen des Fischerviertels, einem Stadtteil an der Donau, werden durch Fachwerkhäuser geprägt. Die Stadt hat ca. 125`000 Einwohner.

Nach der relativ kurzen Anfahrt von 3 Stunden (ohne Umsteigen) kamen wir pünktlich in Ulm an. Nach einem kurzen Fussmarsch erreichten wir gegen 12.10 Uhr unser Hotel. Wie es bereits Tradition ist, genehmigten wir uns zuerst einen Apéro mit einem kleinen Snack. Gegen 15.00 Uhr begaben wir uns Richtung Münsterplatz, wo wir  unsere Stadtführerin erwarteten. Die Führung dauerte 1.5 Stunden und war sehr interessant. Es wurde viel vom Ulmer Münster erzählt, welcher der höchste Turm von Deutschland hat. Das Fischer- und Gerberviertel in der Altstadt war wunderschön mit den alten Häuser und den engen Gassen. Richtig romantisch anzusehen. Es gab ein kleines Hotel „zum schiefen Haus“, was wirklich völlig schief war. Auch das Rathaus mit den Fresken war eindrücklich. So verging die Zeit sehr schnell und wir mussten danach natürlich den Durst löschen, was wir auf einer Restaurantterrasse auch machten. Das Wetter war überraschenderweise immer trocken mit Wolken und Sonne, aber mit einer kalten Bise.  Aber da wir es ja schlechter erwartet hatten, waren auch die warmen Kleider dabei.

Für das gemeinsame Abendessen trafen wir uns wieder um 18.20 Uhr vor dem Hotel. Unser Restaurant lag im romantischen Gerberviertel der Ulmer Altstadt. Ein schönes altes Haus und gutes Essen. Danach ging es noch zu einem Absacker, bevor wir zurück zum Hotel gingen. Es war alles wunderbar zu Fuss zu bewältigen, da wir auch ganz zentral beim Münsterplatz gewohnt haben. So haben wir den Tag stimmig ausklingen lassen.

Am Freitag Morgen begaben wir uns um 09.30 Uhr zur Bushaltestelle um nach Wiblingen zu fahren. Das barocke Kloster muss man besuchen, bietet es doch wirklich einen imposanten Bibliothekssaal mit vielen Malereien, welch natürlich alle erklärt wurden. Auch die barocke Basilika war wunderschön anzusehen mit dem vielen Prunk aus Gold. Die Führung dauerte auch hier 1.5 Stunden und war bis zum Schluss sehenswert. Das Wetter war übrigens wieder sonnig wie wir es uns gewünscht haben. Danach ging es zurück nach Ulm, wo wir schliesslich unseren verdienten Apéro draussen eingenommen haben. Gegen 14.15 Uhr brachen wir auf, um jede für sich selber durch die Einkaufsstrasse der Stadt zu schlendern oder sonst etwas zu unternehmen.

Der Abend stand ganz im Zeichen unserer zwei Jubilare (70. Geburtstag) Gaby und mir. Wir trafen uns wieder vor dem Hotel um zu unserem Lokal - was ich natürlich vorreserviert habe – zu gehen. Wir wurden von den Besitzern sehr herzlich empfangen. Dann ging es los mit Wein, Bruschetta, danach gemischte Antipasti (Käse und Schinken etc.) und zum Schluss ein Vitello tonnato oder ein Carpacco Classico nach Wahl. Die Stimmung war ausgelassen, hat es doch allen gut geschmeckt und auch super gefallen. Mich hat es natürlich sehr gefreut, dass alle zufrieden und auch satt waren. Die Wirtsleute waren so was von nett und der Service super. Das Lokal klein aber gemütlich und das Essen war frisch zubereitet und wie gesagt ganz köstlich.

Der Samstag Morgen lief eigentlich wie immer ab, man wollte nur noch in die Fussgängerzone zum shoppen. So sind wir Damen eben. Es wurde auch eingekauft. Es gab auf dem Münsterplatz auch einen grossen Wochenmarkt. Esti besuchte das Ulmer Museum und Sylvia und Ergi konnten im Münster einem Orgelkonzert beiwohnen. So verging auch dieser Morgen relativ schnell.

Wie immer trafen wir uns dann wieder zum gemeinsamen Mittagessen. Überraschenderweise wollten alle noch mal in dasselbe Restaurant vom Vorabend, wo wir die Geburtstage gefeiert haben. Die Wirtin hat das natürlich sehr gefreut und ist extra für uns geblieben, da sie normalerweise von 14.00 – 17.00 Uhr schliessen.  Vom Essen her wussten wir ja, was uns erwartet. Aber dass die Stimmung so ausgelassen sein wird, hat niemand erwartet. Wir haben, glaube ich schon lange nicht mehr so viel gelacht. Der Limoncello floss in Strömen und wir haben auch einen neuen Namen erhalten –„ die Teenager Spätlese“. Wir wollten – da es so gemütlich war – gar nicht mehr aufstehen. Aber leider wartet unser Zug nicht auf uns, sodass wir leider doch langsam aufbrechen mussten um unsere Koffer im Hotel abzuholen und dann wieder per Pedes Richtung Bahnhof zu marschieren. Auf halbem Weg suchten wir uns ein Lokal, um wie jedes Jahr unseren Abschiedsdrink einzunehmen. Der Wirt dachte sicher, die Schweizer die spinnen, nehmen noch das Leergut mit nach Hause. Er wusste ja nicht, dass es zu Bastelzwecken dienen sollte, da die Flaschen speziell waren. Der Zug fuhr pünktlich um 18.04 Uhr nach Basel. Wir kamen um 21.16 Uhr auch wieder pünktlich in Basel an, wo es dann für alle hiess Tschüss zu sagen.

Also ich muss sagen, wir hatten wieder einmal mehr 3 wunderschöne, angenehme, entspannte und vor allem ganz lustige Tage zusammen. Wir unternahmen praktisch wieder die ganzen Tage alles gemeinsam und das finde ich persönlich sehr kameradschaftlich. Obwohl wir immer noch mit Coronamassnahmen leben müssen, hat man sich langsam daran gewöhnt und die Maskenpflicht macht uns auch keine Probleme mehr. Dabei hatten wir gutes Wetter, dass wir uns viel im Freien aufhalten konnten, was wiederum natürlich sehr positiv für uns war. Ich möchte mich noch bei allen ganz herzlich für ihre Apérospende bedanken, speziell bei unserem Kassier Jean, welcher uns einen grossen Batzen gespendet hat. Vielen Dank an euch alle.

Jetzt hoffe ich, dass es im nächsten Jahr endlich mit diesem Corona vorbei ist, damit man sich wieder unbeschwert und ohne Angst bewegen kann. Ich möchte noch alle Daheimgebliebenen grüssen und hoffe, dass sie das nächste Mal wieder mit von der Partie sind.

Dorly