Herbstausflug der Damenriege TV Breite

Während der Coronazeit verreisen? Naja 9 Damen der Damenriege Breite haben es trotzdem gewagt. Wir trafen uns am 27. August um 08.00 Uhr beim Bad. Bahnhof und waren guter Dinge, dass trotz Maskenpflicht doch alles einigermassen unkompliziert abläuft.

Unser 3-tägiger Ausflug ging dieses Jahr nach Koblenz in die romantische Rhein-Mosel Stadt. Koblenz liegt am deutschen Eck, umgeben von wunderschönen Flusstälern, romantischen Dörfern, Burgen, Schlössern und steilen Weinbergen. Gebäude wie das kurfürstliche Schloss, die Basilika St. Kastor oder die imposante Festung Ehrenbreitstein erlauben jedem Besucher die Geschichte der Stadt hautnah mitzuerleben. Die Stadt hat ca. 114`000 Einwohner.

Um 08.24 Uhr fuhr unser Zug nach Mannheim, wo wir umsteigen mussten Richtung Koblenz. Pünktlich kamen wir dann in Koblenz an. Im Zug konnten wir die Maske lange Zeit abnehmen, da wir natürlich reichlich Ess- und Trinkwaren dabei hatten. So war es überhaupt kein Problem und zudem – man gewöhnt sich sehr schnell daran. Am Bahnhof stiegen wir dann in den Bus, der uns zum Hotel brachte, wo wir unsere Koffer deponierten, weil es Zeit wurde, unseren traditionellen Apéro mit Snack einzunehmen. Was wir auch brauchten, denn nach fast 4 Stunden verlangt unser Magen schon etwas. Dieser Apéro wurde grosszügigerweise von unserem Kassier Jean Lüchinger gesponsert – im Namen aller Damen – recht herzlichen Dank.

Kurz zum Wetter – das war überraschenderweise die ganzen 3 Tage sonnig und warm, was wir einen Tag vorher überhaupt nicht dachten. Nach dem ausgiebigen Apéro wartete dann unsere Stadtführerin vor dem Restaurant bereits auf uns. Sie zeigte uns auf eine so kurzweilige und humorvolle Art die Altstadt, Kirchen, historische Gebäude wie natürlich auch das berühmte Deutsche Eck.

Die Zeit verflog so schnell, dass wir nach der Führung noch etwas trinken konnten und dann ins Hotel zurück um die Zimmer zu beziehen und ev. noch ein bisschen auszupacken. Dann Kleiderwechsel und ab zum Abendessen. Unser erstes Restaurant war praktisch nur über die Strasse vom Hotel, wo ich natürlich vorreserviert habe. Wir sassen wieder draussen und da war die Maske auch kein Thema. Das Essen und der Service waren sehr gut und wir hielten es lange aus. Der Schlummertrunk wurde dann gleich um die Ecke vom Hotel eingenommen (wieder draussen) damit wir dann auch schnell in unseren Zimmer zum Schlafen kamen. Am ersten Tag ist man eben doch etwas müde von der Reise und den vielen neuen Eindrücken. 

Der nächste Tag begann logischerweise mit einem ausgiebigen Frühstücksbuffet (übrigens alles sehr sauber und hygienisch). Für diesen Tag habe ich mit dem Schiff eine Burgen-Panorama-Schifffahrt gebucht. Die Rundfahrt dauert ca. 2 Stunden, wenn man nicht aussteigt resp. die Fahrt unterbrechen möchte. Wir aber haben genau das getan und sind in dem kleinen Ort Braubach ausgestiegen um das romantische Örtchen zu besichtigen. Es bestand aus vielen kleinen Gassen und vor allem mit schönen alten Riegelhäusern. Da es nicht sehr gross ist, hat man es relativ schnell gesehen, deshalb mussten wir uns wieder mit einem ausgiebigen Apéro die Zeit vertreiben. Es kamen auch immer wieder Leute vorbei und am Schluss war das Gartenrestaurant gut gefüllt. Aber wie gesagt, bei diesem schönen Wetter gibt es ja nichts angenehmeres als gemütlich zusammen draussen ein gutes Glas Wein zu trinken. Schliesslich waren wir ja voll in der Weingegend. Als unser Schiff wieder in Braubach anlegte, stiegen wir ein und waren flussabwärts in kurzer Zeit wieder in Koblenz. Dann wurde noch ein bisschen die Altstadt erkundet, weil man sich nach der Stadtführung bereits etwas auskennt. Für das gemeinsame Abendessen trafen wir uns dann wieder gegen 19.00 Uhr vor dem Hotel um ins Weindorf zu gehen.

Das heutige Weindorf besteht aus vier Gasthäusern die sich um einen gemeinsamen Hof mit Pavillon den sogenannten Marktplatz, gruppieren. Sie repräsentieren die verschiedenen westdeutschen Weinbaugebiete und sind dementsprechend in unterschiedlichen Fachwerkformen und Dacheindeckungen erbaut worden. Es war eine sehr originelle und schöne Ambiance. Nur der Service war etwas überfordert, da es natürlich viele Leute hatte, deshalb mussten wir relativ lange auf unser Essen warten, aber wir sassen ja draussen und hatten auch Zeit. Auf jeden Fall haben wir uns über manche Dinge köstlich amüsiert und eine humorvolle Unterhaltung geführt. Schliesslich wurde es auch hier Zeit aufzubrechen und wieder den Weg zu unserem Hotel einzuschlagen. Natürlich durfte auch heute unseren abendlichen Absacker nicht fehlen, den wir dann auch wieder liebend gern genossen haben.

Der dritte Tag begrüsste uns dann wieder wie gewohnt mit strahlendem Sonnenschein. Am Morgen konnte jedes tun und lassen was es wollte, sei es ein Museumsbesuch, die Besichtigung der Festung Ehrenbreitstein, das Schloss Stolzenfels oder was auch immer. Aber wie erwartet wollten alle nur in die Fussgängerzone zum shoppen. So sind wir Damen eben. Es wurde auch eingekauft über Shirts, Schuhe, Süsswaren und sogar Wohnungseinrichtungen, eben jedem das seine. Wie immer trafen wir uns dann wieder zum gemeinsamen Mittagessen in einem schönen Restaurant mit Blick auf den Rhein. Das Essen war vorzüglich und wir wollten – da es so gemütlich war – gar nicht mehr aufstehen. Aber leider wartet unser Zug nicht auf uns, sodass wir leider doch langsam aufbrechen mussten um unsere Koffer im Hotel abzuholen und dann wieder mit dem Bus Richtung Bahnhof zu fahren. Dort angekommen suchten wir uns ein Lokal, um wie jedes Jahr unseren Abschiedsdrink einzunehmen. Der Zug fuhr pünktlich um 17.18 Uhr nach Mannheim, wo wir wieder umsteigen mussten um dann den Zug nach Basel zu nehmen. Wir kamen um 21.38 Uhr pünktlich in Basel an, wo es dann für alle hiess Tschüss zu sagen.   Also ich muss sagen, wir hatten 3 wunderschöne, angenehme und entspannte Tage zusammen. Es ist natürlich wieder anders, wenn die Gruppe nicht so gross ist, dann ist man immer zusammen und es bilden sich somit nicht mehrere Grüppchen. Wir unternahmen eigentlich den ganzen Tag alles gemeinsam und das fand ich persönlich sehr kameradschaftlich. Am Anfang hatte ich etwas bedenken, wegen Corona, aber ich sagte mir, es sind sehr viele auf Reisen gegangen und warum sollten wir jetzt zurückstehen? Im Nachhinein war es das einzig Richtige, dass wir es durchgezogen haben, denn mit der Maskenpflicht ist es doch gar nicht so schlimm und schliesslich gilt die ja auch bei uns und zudem man gewöhnt sich allmählich wirklich daran. Dabei hatten wir so tolles Wetter, dass wir uns nur im Freien aufgehalten haben, was wiederum natürlich sehr positiv für uns war. Jetzt hoffe ich, dass es bis zum nächsten Jahr wieder besser aussieht und dieses Corona der Vergangenheit angehört, damit man sich unbeschwert und ohne Angst bewegen kann. Ich möchte noch alle Daheimgebliebenen grüssen und hoffe, dass sie das nächste Mal wieder mit von der Partie sind.  

Dorly